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„Wir sind überwältigt": Geschichte von Lisa Böttcher löst Welle der Unterstützung aus

https://www.noz.de/lokales/neuenkirchen-voerden/artikel/geschichte-loest-welle-der-unterstuetzung-aus-lisa-boettcher-aus-neuenkirchen-voerden-von-spenden-ueberwaeltigt-49540986

https://www.noz.de/lokales/bramsche/artikel/cfs-erkrankung-18-jaehrige-bramscherin-braucht-treppenlift-so-versucht-ihre-freundin-zu-helfen-49520497?cx_testId=4&cx_testVariant=cx_1&cx_artPos=0#cxrecs_s

Hier geht es zur Spendenaktion für Emily Schier.

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Fast 47.000 Euro in nur einer Woche: Die Spendenbereitschaft für Lisa Böttcher aus Neuenkirchen-Vörden ist groß. Das Geld wird benötigt, damit die 21-Jährige, die an einer seltenen Muskelerkrankung leidet, wieder nach Hause kommen kann.

Die Krankheitsgeschichte von Lisa Böttcher hat in den vergangenen Tagen unzählige Menschen berührt. Das zeigt vor allem die große Hilfsbereitschaft derjenigen, die über Instagram, Facebook oder anderen Wegen auf den Spendenaufruf für die 21-Jährige gestoßen sind – und sich prompt an der Aktion beteiligten.

Der Grund: Seit 2021 kämpft Lisa mit gesundheitlichen Problemen, die unmittelbar nach einer Corona-Impfung auftraten. Ob ein Zusammenhang besteht, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Sowieso konnte lange Zeit niemand genau sagen, was mit der jungen Frau aus Neuenkirchen-Vörden geschieht.

Ärzte stellen schwere Muskelerkrankung fest

„Das hieß im Umkehrschluss für uns, dass wir viele Kosten selber tragen mussten“, erklärt Katja Böttcher, Lisas Mutter. Sie erinnert sich an die vielen Behandlungsversuche, in die die Familie große Hoffnung gesteckt hatte, doch der Zustand ihrer Tochter habe sich stattdessen immer weiter verschlechtert. „Diese Krankheit hat unglaublich um sich gegriffen.“

Nach einer langen Odyssee durch Arztpraxen, Kliniken und Reha-Einrichtungen diagnostizierten Mediziner der Charité in Berlin im Februar 2025 schließlich eine schwere Myasthenie, eine seltene Autoimmunerkrankung. Doch damit blieben die Rückschläge nicht aus: Nach einer von vielen Operationen, die Besserung versprachen, verschlechterte sich Lisas Zustand im April 2025 nochmals.

 

Vollständig auf fremde Hilfe angewiesen

Es folgte ein langer Krankenhausaufenthalt, weitere Eingriffe und ein künstliches Koma, ausgelöst durch einen septischen Schock. Inzwischen ist Lisa vollständig auf fremde Hilfe angewiesen. Sie könne ihren Kopf nicht halten, sich nicht im Bett bewegen, weder gehen noch sitzen. Selbst das Schlucken falle schwer, weil die Muskulatur im ganzen Körper beeinträchtigt sei.

„Das ist insgesamt eine schlimme Situation. Für alle Menschen, die zu Hause kranke Angehörige pflegen, ist das schlimm. Aber für Eltern, die ihre Kinder pflegen, ist es eine Katastrophe – egal wie alt sie sind“, sagt Katja Böttcher.

Regelmäßige Fahrten nach Brandenburg

Ihr mache im Moment vor allem die Entfernung zu ihrer Tochter zu schaffen. Denn Lisa befinde sich seit dem Frühjahr in einer Reha-Einrichtung in Brandenburg, rund 400 Kilometer weit weg von ihrer Familie. „Wir fahren zweimal die Woche hin. Meine älteste Tochter, mein Mann und ich wechseln uns ab.“ Das sei allerdings keine Lösung, die sich Lisa für die Weihnachtszeit wünsche.

„Sie möchte für die Feiertage nach Hause kommen – und das darf sie wahrscheinlich auch“, berichtet Mutter Katja. Doch langfristig müssten dazu in dem alten Bauernhaus der Familie dringend Umbaumaßnahmen vorgenommen werden. Auch fehle es an einem Treppenlift für den schweren Elektrorollstuhl oder einem Auto, das groß genug ist, diesen zu transportieren.

Freundin startete Spendenaufruf

Obwohl die Krankenkasse mittlerweile alle Kosten der Behandlungen übernehme, reicht es nicht für derartige Maßnahmen. Eine Freundin von Lisa hatte deswegen einen Spendenaufruf auf der Crowdfunding-Plattform „Gofundme“ gestartet – mit großem Erfolg. Binnen einer Woche gingen mehr als 950 Spenden in Höhe von fast 47.000 Euro ein.

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„Dass eine so gewaltige Summe zusammengekommen ist, war für uns unvorstellbar“, lässt Lisa selbst über die Plattform ausrichten. Sie und ihre Familie seien zutiefst berührt von der Anteilnahme. Doch neben der Dankbarkeit ist da auch die Hoffnung, dass sich etwas ändern könnte:

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